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Das Labyrinth der Wörter
La tête en friche
Filmladen
28. April bis 13. Juni
Frankreich 2010
Komödie/Drama, ab 8 Jahren
Farbe, 82 Minuten, Cinemascope
OmU (französisch mit deutschen Untertiteln) und DF

Jean Becker

Jean Becker, Jean-Loup Dabadie nach Marie-Sabine Roger

Gérard Depardieu (Germain Chazes), Gisèle Casadesus (Margueritte), François-Xavier Demaison (Gardini), Claude Maurane (Francine), Patrick Bouchitey (Landremont), Jean-François Stévenin (Jojo), Claire Maurier (Mutter), Sophie Guillemin (Annette), Mélanie Bernier (Stéphanie), Régis Laspalès (M. Bayle), Bruno Ricci (Marco), Lyes Salem (Youssef)

Arthur Cloquet
Laurent Voulzy

Ein 50-Jähriger, ungebildeter Gemüsebauer lernt durch eine 90-Jährige die Lust am Lesen kennen. Ein sympathisches Feelgood-Movie von Jean Becker.

Germain (Gérard Depardieu) ist ein Unikat: Von klein auf mehr oder weniger auf sich alleine gestellt, wohnt er in der tiefsten Provinz in seinem Wohnwagen im Garten seiner Mutter. Lesen und Schreiben gehören wahrlich nicht zu seinen Stärken. Wozu auch? Seinen Lebensunterhalt verdient er als Gemüseverkäufer auf dem Markt und seine Freunde sind alles andere als Akademiker. Täglich zieht es Germain in den Park, wo er nicht nur immer auf die gleichen Tauben, sondern auch auf Margueritte (Gisèle Casadesus) trifft. Die alte Dame ist in ein Buch vertieft. Germain setzt sich unverblümt neben sie, die beiden kommen ins Gespräch und freunden sich an. Während die zierliche Lady den gutmütigen Gemüsebauer in die Welt der Bücher einführt, verkürzt er ihr mit seinem fröhlichen Wesen den Alltag im Seniorenheim. Als Germain erfährt, dass Margueritte erblinden wird, setzt er alles daran, richtig lesen zu lernen, um seiner Freundin künftig aus ihren geliebten Büchern vorlesen zu können ...
Eine Geschichte voller Humor und Lebensfreude, mit einem bemerkenswert guten Gérard Depardieu und mit einer Gisèle Casadesus, der das Alter nichts von ihrem Charme genommen hat. Mit wunderbarem, feinem Sprachgefühl ist Jean Becker ein zu Herzen gehender, lustiger, durch und durch menschlicher Film gelungen. Zärtlich, voller Hoffnung erzählt LA TETE EN FRICHE davon, dass es nie zu spät ist, Neues zu lernen und glücklich zu sein. Wie schon in Dialog mit meinem Gärtner und Ein Sommer auf dem Lande beschwört Becker einmal mehr mit meisterhafter, auf den Punkt gebrachter Leichtigkeit sein Thema: die Menschlichkeit, den Realismus des Landlebens, den Char-me und die Kultiviertheit des Herzens der so genannten »Kleinen Leute«.