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Das Konzert
Le concert
Open-Air-Kino im Burghof (7. August), Volkskino (ab 13. August)
Filmladen
Frankreich/Belgien/Italien/Rumänien 2009
Drama/Komödie/Musikfilm, ab 12 Jahren
Farbe, 119 Minuten, Cinemascope
französisch-russ. Originalfassung mit dt. UT (7. August) und deutsche Fassung (ab 13. August)

Radu Mihaileanu

Radu Mihaileanu, Matthew Robbins, Alain-Michel Blanc
Alexei Guskow (Andreï Filipov), Dmitri Nasarow (Sacha Grossman), Mélanie Laurent (Anne-Marie Jacquet), François Berléand (Olivier Morne Duplessis), Miou-Miou (Guylène de La Rivière), Waleri Barinow (Ivan Gavrilov), Anna Kamenkova Pavlova (Irina Filipovna), Lionel Abelanski (Jean-Paul Carrère), Alexander Komissarov (Victor Vikitch), Ramzy (Besitzer des "Trou Normand")

Laurent Dailland

Armand Amar
2 Cèsars 2010 (Beste Musik, Bester Ton), 4 Nominierungen für César 2010 (Bester Film, Beste Regie u.a)
http://www.konzert-derfilm.de

Der Dirigent des berühmten Bolschoi-Orchesters wird kaltgestellt und muss als Reinigungskraft an seiner einstigen Wirkungsstätte das Auslangen finden. Dort lässt er eines Abends ein Fax mit der Einladung des Bolschoi-Orchesters nach Paris aus dem Büro des Direktors verschwinden und hat die verrückte Idee, mit seinem einstigen Orchester in alter Besetzung unter falschem Namen im Théâtre du Châtelet zu spielen. Doch bereits der Weg nach Paris ist mit Schwierigkeiten gepflastert ... Ein superbes cineastisches Erlebnis mit der Lizenz zum Tränenvergießen.

Einst galt Andreï Filipov als Wunderkind, führte als Dirigent das weltberühmte Bolschoi-Orchester zu Triumphen, nun putzt er das verfallende Musiktheater. Seit er sich Anfang der 80er-Jahre für eine jüdische Musikerin einsetzte, hat Andrei wenig zu lachen. Der Orchesterchef – gleichzeitig KGB-Informant – sorgte für seine Entlassung. Da fällt ihm eines Tages während der Reinigung des Direktionsbüros zufällig ein Fax des Pariser »Theatre du Châtelet« in die Hände: Die dortige Festspielleitung lädt das Bolschoi-Orchester zu einem Konzert ein. Spontan lässt Andreï das Fax verschwinden und löscht das dazugehörige Mail. Er entschließt sich, das einstige Orchester in seiner alten Beset-zung wieder aufleben zu lassen und anstelle des Jetzigen in Paris aufzutreten. Kein leichtes Unterfangen, denn die alten Kollegen arbeiten mittlerweile als Umzugshilfen, Taxifahrer, Straßenmusiker oder Handyverkäufer und zudem gerät bereits die Reise nach Paris zu einem Desaster ...
Genüsslich zelebriert Regisseur Radu Mihaileanu (Zug des Lebens) den Zusammenprall der modernen kapitalistischen russischen Gesellschaft mit der Nostalgie eines rückwärtsgewandten Kommunismus, der Neureichen mit den darbenden Intellektuellen, die Lust eines gedemütigten Künstlers auf Rache. Diesem Schmerz über eine zerstörte Karriere und dem Leid der Unterdrückung stellt er Selbstironie und burleske Komik entgegen. Ein fulminanter, rasanter Film über Menschlichkeit, Liebe, Verantwortung und die alles verbindende Macht der Musik. Wenn die Kakophonie in eine Harmonie zwischen Solistin und Orchester mündet, wird Tschaikowskys einziges Violinkonzert gemischt mit Rückblenden auf die Vergangenheit zu einem superben cineastischen Erlebnis mit der Lizenz zum Tränenvergießen.