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Honig
Bal
Open-Air-Kino im Burghof (16. August, Preview)
Stadtkino Filmverleih
Türkei/Deutschland 2010
Drama, ab 10 Jahren
Fabe, 101 Minuten
türkische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Semih Kaplanoğlu,

Semih Kaplanoğlu, Orçun Köksal

Bora Altas, Tülin Özen, Erdal Besikçioglu, Alev Uçarer

Barış Özbiçer

Matthias Haeb
Goldener Bär Berlinale 2010!

In der herrlichen Wald- und Gebirgslandschaft Zentral-Anatoliens wächst der sechsjährige Yusuf in der Abgeschiedenheit eines Paradieses auf. Mit seinem Vater Yakub, der als Imker Bienenstöcke in den Baumkronen der Wälder aufstellt, erlebt Yusuf eine glückliche Zeit. Als der Vater eines Tages von einer Zweitagesreise nicht mehr zurückkehrt, nimmt der Junge seinen Mut zusammen und beschließt, nach dem Vermissten zu suchen ... ein betörender, ruhig erzählten Film in poetischer Bildsprache. Goldener Bär Berlinale 2010!

Yusuf lebt mit seinem Vater Yakup und seiner Mutter Zehra im gebirgigen Anatolien. Der Sechsjährige plagt sich mit der Schule und seinen Mitschülern und findet einzig Geborgenheit bei seinen Eltern. Insbesondere die Bindung zu seinem Vater, einem Imker, ist sehr innig. Als ein unerklärliches Bienensterben die Gegend heimsucht, zieht Yakup los, um seine Bienenstöcke in einer schwer zugänglichen, gefährlichen Gebirgsregion aufzubauen. Als er tagelang nicht zurückkehrt, macht sich Yusuf auf den Weg, um nach dem Vater zu suchen. Es ist eine Reise ins Unbekannte ...
Semih Kaplanoglu entführt in eine Welt voller poetischer Schönheit, die beinahe schon märchenhaft anmutet und etwas Magisches vollbringt: Sie streichelt das Sehen, aktiviert alle Sinne und lässt die satte Landschaft der anatolischen Berglandschaft körperlich spürbar werden. BAL ist ein meditativer Film, der Augenblicke immer wieder langsam gerinnen lässt. Wer sich darauf einlässt, gleitet in den ruhigen Strom der Natur und kindlichen Magie mit ihren beglückenden, aber auch bedrohlichen Ausprägungen. Dieses leise, suggestive und poetische türkische Drama war ein würdiger Gewinner der Berlinale 2010.
»Ein Film, der eine Einbildung sein muss, weil er einfach zu schön und zu berührend ist, um wirklich zu existieren.« (Die Zeit)