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Gomorrha
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| Gomorra |
| Constantin Film |
| Italien 2008 |
| Drama/Krimi, ab 14 Jahren |
| Farbe, 135 Minuten, Cinemascope |
| deutsche Fassung |
| Matteo Garrone |
| Maurizio Braucci, Matteo Garrone, Ugo Chiti, Massimo Gaudioso, Roberto Saviano, Gianni Di Gregorio nach Roberto Saviano |
| Salvatore Abruzzese (Totò), Simone Sacchettino (Simone), Salvatore Ruocco (Boxer), Vincenzo Fabricino (Pitbull), Gaetano Altamura (Gaetano), Italo Renda (Italo), Gianfelice Imparato (Don Ciro), Maria Nazionale (Maria), Toni Servillo (Franco), Carmine Paternoster (Roberto), Salvatore Cantalupo (Pasquale), Marco Macor (Marco), Ciro Petrone (Ciro) |
| Marco Onorato |
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| Großer Preis der Jury und Nominierung für die Goldene Palme Cannes 2008 |
| http://www.gomorrha-derfilm.de |
Verfilmung des Erfolgsromans von Roberto Saviano, die mit fünf ineinander verwobenen Geschichten vom organisierten Verbrechen in Neapel erzählt. Bewegendes, preisgekröntes italienisches Kino.
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2005 erschien in Italien unter dem Titel »Gomorra« ein Buch, das wie eine Bombe einschlug: Mehr als 1,2 Millionen verkaufte Exem-plare in Italien, Übersetzungen in diverse Sprachen in insgesamt 33 Ländern. Autor war der gerade mal 26-jährige Journalist Roberto Saviano. Sein Buch, ein engagiertes und mutiges Manifest, rückte mit der Camorra eine Organisation in den Vordergrund, die in der Öffentlichkeit anders als beispielsweise die Mafia wenig von sich reden macht, deren Machtbereich aber vom Drogenhandel über illegale Müllentsorgung und das Bauwesen bis hin zur Textilindustrie reicht.
Authentisch, hart und unsentimental zeigt dieses Drama (nach dem Buch von Roberto Saviano) die kriminelle Energie und Skrupellosigkeit der neapolitanischen Camorra. Da halten keine legendären Paten den Clan zusammen, sondern heißt es jeder gegen jeden, wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Mit unbarmherziger Präzision beschreibt Matteo Gar-rone einen Teufelskreis, dem kaum jemand entkommen kann, Bandenkriege, die auch vor Kindern nicht Halt machen.
Die Handlung (angesiedelt in der heruntergekommenen und von Angst dominierten Satellitensiedlung Scampia, in der Menschen auf engstem Raum leben) dreht sich um fünf Schicksale: einen 13-Jährigen, der für allein stehende Frauen Einkäufe erledigt und irgendwann der Camorra einen mörderischen Gefallen tun muss, ein »Bote«, der an Familien inhaftierter oder ermordeter Camorra-Mitglieder Geld auszahlt, zwei Jugendliche, die sich für »Scarface« halten und von der großen Gangsterkarriere träumen, ein begnadeter Schneider, der heimlich für die chinesische Konkurrenz arbeitet, und ein Immobilienhai, der mit Giftmüll Reichtümer scheffelt und dessen akademisch gebildeter Gehilfe diese Menschenverachtung nicht mehr aushält. Weit weg von den klassischen Mafia-Filmen zeichnet Garrone ein Imperium, in dem sich Gut und Böse überlappen, ganz normale Menschen in der Maschinerie arbeiten, weil es sonst keine Überlebenschance für sie gibt. Nach und nach entsteht so das Bild einer fast völlig korrupten Gesellschaft eben das titelgebende Gomorrha. |
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