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| Match Point |
| Match Point |
| Poly-Film |
| GB 2005 |
| Drama/Komödie, ab 14 Jahren |
| Farbe, 123 Minuten, Dolby Digital |
| OmU (englisch mit deutschen Untertiteln) |
| Woody Allen |
| Woody Allen |
| Scarlett Johansson (Nola Rice), Emily Mortimer (Chloe Hewett Wilton), Jonathan Rhys-Meyers (Chris Wilton), Brian Cox (Alec Hewett), Matthew Goode (Tom Hewett), Penelope Wilton (Eleanor Hewett), James Nesbitt (Detective Banner), Ewen Bremner (Inspector Dowd), Rupert Penry-Jones (Henry), Margaret Tyzack (Mrs. Eastby), Woody Allen, Morne Botes, Xander Armstrong (Mr. Townsend), Zoe Telford (Samatha), Colin Salmon, Miranda Raison, Rose Keegan, Eddie Marsan, Steve Pemberton |
| Remi Adefarasin |
| Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi, Andrew Lloyd Webber, Carlos Gomes, Gioacchino Rossini, Georges Bizet |
| Oscarnominierung 2006, David di Donatello Award 2006 (Bester Europäischer Film), César 2006 (Bester Europäischer Film) u.v.m. |
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| Ein smarter Emporkömmling schleicht sich als Tenniscoach in die höchsten Kreise der Londoner High Society ein. Er ist Everybody’s Darling, bis er sich in die falsche Frau verliebt und einen teuflischen Plan ausheckt. Der neueste Film von Woody Allen ist ein tiefgründiges Gesellschafts-Spiel zwischen Luxus und Leidenschaft, Unschuld und Mord, heißen Tränen und kalter Berechnung. |
Das Talent ist enorm, der sportliche Ehrgeiz jedoch begrenzt. Deswegen beendet Chris Wilton (Jonathan Rhys-Meyers) seine Karriere als Tennisprofi und nimmt stattdessen einen Job als Tennislehrer in einem Londoner Nobel-Club an. Nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern um so Zugang zur Upper Class der britischen Gesellschaft zu bekommen. Und siehe da, dies gelingt dem Jungen aus ärmlichen irischen Verhältnissen prompt. Chris freundet sich mit dem arroganten, aber doch irgendwie netten Zyniker Tom Hewett (Mat-thew Goode) an. Es dauert nicht lange, da hat sich Toms Schwester Chloe (Emily Mortimer) in den smarten Tenniscoach verliebt. Selbst die steinreichen Eltern Alec (Brian Cox) und Eleanor (Penelope Wilton) mögen den aufstrebsamen Mann aus der Unterschicht. Papa Hewett ebnet Chris den Weg für die große Businesskarriere, die Heirat mit Chloe steht vor der Tür, doch ein akutes Ereignis lässt alles aus den Fugen geraten: Chris hat sich in die erfolglose Schauspielerin Nola (Scarlett Johansson) verknallt. Das Fatale daran: Sie ist Toms Verlobte. Und so wird aus dieser Geschichte eine Angelegenheit auf Leben und Tod ...
Was Woody Allen zu Chris' glorreicher Zwickmühle und seinen Lösungs(un)möglichkeiten einfällt, zeugt von unglaublich inspirierter Beherrschung dramaturgischer Neugierfallen. Der alte Allen-Humor mit seinen makabren Humorpointen, köstlichem Witz, einer sagenhaften Frische (die virtuos mit dem Kon-versationston von Tschechow bis Evelyn Waugh und dem Rollenreichtum von Robert Altmans Gosford Park wirbelt) sowie die Mord-Sucht aus Patricia Highsmith's Romanen gehen mit Schauspielerkino vom Allerfeinsten eine absolut glaubhafte Verbindung ein. Allens Film beginnt als Society-Porträt mit zynischem Unterton, wechselt vom Liebes- zum Beziehungsdrama über das Kammerspiel und kommt am Ende bei einem klassischen Thriller an, der sämtliche Genres zusammenfügt. Das Lobenswerte: MATCH POINT verfolgt keine streng ausgelegte klassische Dramaturgie und widersetzt sich den Genreregeln und Erwartun-gen des Mainstreampublikums. Die Entwicklung der Geschichte überrascht immer wieder aufs Neue und zeichnet sich durch eine kompromisslose Konsequenz aus. Woody Allen überhöht seine Motive mit Fortlauf der Handlung und verleiht seinem modernen Sittengemälde etwas Opernhaftes und Theatra-lisches. Das Morality Tale kreist um Fragen von Zufall, Glückssuche, Karriere und Selbstaufgabe und ist ebenso aufregende Version von Dostojewskijs Schuld und Sühne wie böser Kommentar um sozialen Aufstieg und den damit einher gehenden Verlust von Gewissen und Gefühl.
»Nur mit Gewalt kann man sich diesen herrlichen zwei Stunden Woody Allen entziehen.« (Frankfurter Rundschau)
»Der beste Film von Woody Allen seit langem.« (Variety) |
| Spieltermin: 11. August (Open-Air-Kino im Burghof) |
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