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Lady Chatterley
Lady Chatterley et l'homme des bois
Filmladen
Frankreich/Belgien/GB 2006
Drama, ab 12 Jahren
Farbe, 161 Minuten
OmU (französisch mit deutschen Untertiteln)
Pascale Ferran
Pascale Ferran, Roger Bohbot, Pierre Trividic nach D. H. Lawrence
Marina Hands (Lady Constance Chatterley), Jean-Louis Coulloc'h (Parkin), Hippolyte Girardot (Clifford Chatterley), Hélène Alexandridis (Mrs. Bolton), Hélène Fillières (Hilda), Bernard Verley (Sir Malcolm), Sava Lolov (Tommy Dukes), Jean-Baptiste Montagut (Harry Winterslo) u.a.
Julien Hirsch
Béatrice Thiriet
Fünf César 2007: Bester Film, Beste Darstellerin, Beste Kamera u.a.

Sensible Verfilmung einer verbotenen Liebe nach dem Skandalroman Lady Chatterley's Lover von D. H. Lawrence: Die Aristokratin Lady Chatterley heiratet währen des Fronturlaubs 1917 ihren Jugendfreund Sir Clifford. Der Minenbesitzer und Herr eines großen Landsitzes kommt ein halbes Jahr später an den Rollstuhl gefesselt aus dem Krieg zurück. Man arrangiert sich, aber als die junge Frau auf den verschlossenen Wildhüter Parkin trifft, kann sie dessen Virilität nicht widerstehen ...
Was heute eine Affäre zwischen zwei Menschen aus verschiedenen Schichten wäre, hatte in den 1920er-Jahren noch den Beigeschmack des Obszönen. So galt die Geschichte der Aristokratin Lady Chatterley, die sich unter ihrem Stand verliebt, lange als anrüchig. Die 23-Jährige hatte während seines Fronturlaubs ihren Jugendfreund Sir Clifford geheiratet, Minenbesitzer und Herr eines großen Landsitzes, der ein halbes Jahr später an den Rollstuhl gefesselt aus dem Krieg zurückkommt. Man arrangiert sich, aber als die junge Frau auf den verschlossenen Wildhüter Parkin trifft, kann sie dessen Virilität nicht widerstehen. Sie lernt die Freuden der Sexualität kennen und sehnt sich nach einem Kind. Durch den Ausbruch aus der bürgerlichen Ehe überwindet sie ihre Scheu, wird zur leidenschaftlichen Geliebten, die den Körper des Partners durch zärtliche Berührungen ganz langsam erkundet, Sehnsucht und Begehren auslebt ...
Die französische Regisseurin Pascale Ferrand hat das Kunststück vollbracht, aus der schwierigen Vorlage die Geschichte einer un-schuldigen, leidenschaftlichen Liebe zu destillieren und in einen Bilderreigen von verblüffender Sinnlichkeit zu übersetzen. Die brillante Arbeit wurde 2007 mit fünf César (unter anderem für den besten Film und die beste Hauptdarstellerin) belohnt. Marina Hands verkörpert Sinn und Sinnlichkeit in ihrer ganzen Bandbreite. Jean Louis Coulloc'h wandelt sich vom eher unansehnlichen, verschlossenen Klotz zum feinsinnigen Mann, der irgendwann aussieht wie der junge Brando. Ein großes Filmpaar.
» ...nie voyeuristisch, sondern immer von zärtlicher Intimität und gleichzeitig von größtmöglicher Offenheit. (Berliner Zeitung).
» ...Ein grandioser Film über die Liebe.« (Der Spiegel)
Spieltermin: 15. August (Open-Air-Kino im Burghof)